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Welchen Mahlgrad für meinen Kaffee?

Der richtige Mahlgrad für die optimale Kaffeezubereitung

Neben den vielen Faktoren, wie gute Kaffeequalität, Kaffeemenge, korrekte Brühtemperatur und die Kontaktzeit des heißen Wassers mit dem Kaffee, um einen guten Kaffee zuzubereiten, gehört der richtige Mahlgrad zu den entscheidenden Punkten. Idealerweise wird der Kaffee kurz vor dem Zubereiten frisch gemahlen. Aber auch ein sorgfältig in Aromaschutzbeuteln verpackter und schon gemahlener Kaffee mag begeistern und Tag für Tag erfreuen.

Wir mahlen alle Kaffees und Espressi extra und individuell nach Ihren Wünschen. So wie Sie den Mahlgrad bei der Bestellung auswählen, werden die Bohnen für Sie frisch gemahlen und dann entsprechend verpackt und verschickt.

Der Mahlgrad richtet sich ganz nach der Zubereitungsart und steht im allgemeinen in direktem Zusammenhang mit der Kontaktzeit des Wasser, denn je feiner der Kaffee gemahlen ist desto kürzer ist die Kontaktzeit des Wassers und umgekehrt. Die Art der Zubereitung ist heute unterschiedlicher als je zuvor. Zahlreiche verschiedene Systeme, manuelle wie automatische, sind auf dem Markt und werben um die Gunst des Kunden. Zum grundsätzlichen Verständnis gilt daher, je größer die Oberfläche des gemahlenen Kaffees (je feiner desto größer), desto behutsamer sollte die Kontaktzeit mit dem heißen Wasser gewählt werden. Eine Espressomahlung ist sehr fein oder ultra fein und die Kontaktzeit mit dem Wasser nur wenige Sekunden lang. Bei der Pressstempelkanne ist der ideale Mahlgrad grob und die Kontaktzeit des Wassers rund vier Minuten.

Das Zusammenspiel der richtigen Wassermenge mit dem idealen Mahlgrad entscheidet u.a. darüber, ob und in welchem Maße die im Kaffee vorhandenen Inhaltsstoffe, wie Aromen, Säuren und Bitterstoffe herausgelöst werden. Ein guter Kaffee sollte voller Aroma sein, Körper und letztlich auch eine wohlschmeckende Säure besitzen. Nicht gewollt sind fades oder fast fehlendes Aroma, ein hoher Anteil an Bitterstoffen und der unangenehmen Gerbsäure (Chlorogensäure). Diese sorgen letztlich immer mal wieder für Magenprobleme, da sie die Magensäureproduktion zusätzlich stimulieren. 

Die Mahlgrade

Wir empfehlen vier unterschiedliche Mahlgrade, problemlos ließen sich hier aber auch zehn verschiedene Mahlungen unterscheiden. Die vier Unterscheidungen sind:

  • Mahlgrad grob: - Pressstempelkanne (z.B. Frenchpress), Tassenaufguss 
  • Mahlgrad mittel: - Filterkaffee, idealerweise für die Filterkaffeemaschine
  • Mahlgrad fein: - Filterkaffee, idealerweise für den Handfilter (auch für wiederbefüllbare Kaffee-Pads)
  • Mahlgrad sehr fein: - Espressomaschinen, Herdkocher

Für eine Karlsbader- oder Bayreuther-Kanne (Kaffeemaschine) empfehlen wir einen sehr groben Mahlgrad, noch gröber als für die Pressstempelkanne, da eine feinere Mahlung teilweise durch das feine Porzellangeflecht rutscht.

Was kann meinen Kaffeegenuss dennoch trüben?

Um einen wunderbaren Kaffee zu bekommen, muss man also verschiedene Punkte bei der Zubereitung beachten. Es schadet nicht, hier ein wenig experimentierfreudig zu sein und kleine Veränderungen zu wagen, die Ergebnisse können beachtlich sein. Haben wir also einen Spitzenkaffee und die favorisierte Zubereitungsvariante, kann es dennoch vorkommen, dass der Kaffee uns keine Freude bereitet. Sei es, dass das Aroma nicht ausgeprägt genug ist und der Kaffee fad und "wässrig" schmeckt oder das Gegenteil eingetreten ist und der Kaffee zu kräftig, zu bitter und zu säurebetont ist. Folgend einige Gründe, die zu unbefriedigendem Kaffeegenuss führen können.

Mein Kaffee hat zu wenig Aroma:

  • der Kaffee ist zu grob gemahlen
  • der Kaffee wurde "falsch" gelagert (Luft, Wärme, UV-Licht sind die Aromafeinde von Lebensmitteln)
  • die Kontaktzeit mit dem Wasser war zu kurz
  • die Wassertemperatur ist zu niedrig (ideal: 92-94°C)
  • die Wasserqualität ist nicht ausreichend (z.B. sehr kalkhaltiges "hartes" Wasser)
  • die Menge an gemahlenem Kaffee ist nicht ausreichend

Mein Kaffee ist zu bitter / sauer:

  • der Kaffee ist zu fein gemahlen
  • die Kontaktzeit mit dem Wasser war zu lang
  • die Wassertemperatur ist zu hoch (>95°C), so dass Aromen "verbrennen" und nicht erwünschte Inhaltsstoffe aus dem Kaffee gelöst werden
  • der Kaffee entstammt einer schnellen oder Schockröstung (oft Großindustriell zu finden)
  • die Wasserqualität ist nicht ausreichend (z.B. sehr kalkarmes "weiches" Wasser)
  • die Menge an gemahlenem Kaffee ist zuviel

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Natürlich gehört zur Zubereitung eines guten Kaffees auch eine gute bzw. saubere Ausrüstung. Also saubere Kaffeekannen und Zubereiter, wenn schon gemahlen, dann gut verschlossener und sorgfältig aufbewahrter Kaffee, etc. Um vielerorts die Wasserqualität zur Kaffeezubereitung zu verbessern, können handelsübliche Wasserfilter verwendet werden. Wer den Kaffee von Hand aufbrüht, eine Stempelkanne, eine Porzellankanne wie die Karlsbader Kanne oder ähnliches verwendet, wird vermutlich das Wasser mit einem Wasserkocher erhitzen. Wir haben verschiedene Messungen gemacht und stellten erstaunt fest, dass vom Zeitpunkt der Abschaltung des Wasserkochers 2-4 Minuten vergehen, bevor die Wassertemperatur 95°C erreicht. Natürlich ist dies auch von der Wassermenge, dem Wasserkocher und streng genommen auch dem Luftdruck abhängig, daher empfehlen wir als grobe Schätzung mindestens 2 Minuten zu warten nachdem der Wasserkocher sich ausgeschaltet hat und dann erst den Kaffee aufzubrühen.  


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